Schneeschuhwanderung – 1. Februar 2020

LSV-Schneeschuhtour auf den Schärihubel (an Stelle des Gelben Schopfs)

Der Samstag, 1. Februar 2020 zeigt sich im ähnlichen Kleid wie so viele Wintertage vor ihm: zu warm, zu schneearm. Sogar das Schlittenrennen vom Sulwald hinunter zur Isenfluh musste deswegen abgesagt werden. Des einen Leid, des andern Freud. Da die Teilnehmer des Schlittenrennens nun ausbleiben, werden wir zügig befördert mit der 8-plätzigen Gondelbahn und stehen deshalb bereits um neun Uhr zehn abmarschbereit vor dem Alpstübli beim Sulwald. Wir, das sind 19 Mitglieder des LSV und drei Gäste. Wir hoffen, der angesagte Regen möge das Gebiet erst gegen Ende des Nachmittages erreichen. Bis auf einige Schleierwolken ist der Himmel noch blau und angesichts der Wärmegrade finden einige Pullis und Jacken den Weg in den Rucksack.

Wir folgen dem markierten Schneeschuhtrail Richtung Lobhornhütte, verlassen diesen jedoch nach einer Stunde Gehzeit um zur Alp Suls zu gelangen. Kurz vor dieser Alp bemerken wir einen Schneerutsch, der sich knapp unterhalb des Gipfels des Ars gelöst hatte und erst beim Sulsbach, unweit unserer Aufstiegsroute zum Stillstand gekommen war. Im ganzen schweizerischen Alpenraum herrscht an diesem Tag nicht Freude sondern erhebliche Lawinengefahr. Unter Berücksichtigung dieser Umstände ändern wir unser Ziel. Nicht der Gelbe Schopf soll es sein sondern der Schärihubel, mit 2117m nur knapp 100 Höhenmeter niedriger als der ursprünglich anvisierte Gipfel, aber gefahrloser zu erreichen. Es ist dies ein Vorgipfel der Höijen Sulegg, ein flacher Gipfelgrat, der auch von der Region Thun aus gut zu erkennen ist.

Von der Alp Suls geht der Aufstieg weiter, am zugefrorenen Sulsseeli vorbei, an den Fuss des Schärihubels. Steil sind sie, die letzten Höhenmeter, steil sind sie auch im Abstieg.

Die Mittagspause schalten wir kurz unterhalb des Gipfelaufbaus ein. Das Wolkenschauspiel ist gewaltig. Wie von den Meteorologen vorausgesagt, übernehmen starke Höhenwinde das Zepter und schieben dicke Wolken an die hohen Berge. Es ist eine Frage der Zeit, bis Niederschlag einsetzt.

Also hinunter zur Lobhornhütte. Dort warten Kaffee und Kuchen. Das Angebot umfasst Hasli-, Brombeer- und Apfelkuchen sowie Linzertorte.

Um 13.30 Uhr verlassen wir die Hütte und um 14.15 Uhr sind wir nach einem Eilmarsch unten beim Sulwald. Noch kurz eine Erfrischung. Dann schweben wir zurück zur Isenfluh.

Dort nimmt eine weitere Tour des LSV ihr Ende. Auf der Heimfahrt setzt teilweise starker Regen ein. Glück gehabt. Fabio

Alle Teilnehmende bedanken sich herzlichen bei Fabio für die wunderschöne und top organisierte Tour – het gfägt 🙂

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