Ereignisreiche Bike-Herbsttour ins Eriz – Brezeltour 2016

Nachdem Sonja im LSV-Chat noch Überzeugungsarbeit leistete, habe ich mich entschieden an der diesjährigen Schluss-Biketour teilzunehmen. Am Samstag den 15.Oktober 2016 traf ich mich zusammen mit Fritz R., Edi, Erwin, Hans, Fabio, Fritz K. und Walter zu Hause bei Daniel. Bei kühlem Herbstwetter fuhren wir unter der Leitung von Dani zum Schnittweiher, wo noch Paul Jost zu uns stiess. Über Lueg der Krete entlang nach Kreuzweg, Schwarzenegg und Aussereriz erreichten wir Eriz-Dorf. Hier bogen wir rechts ab und folgten dem schönen Wanderweg entlang der Zulg Richtung Innereriz. Vorsichtig überquerten wir unterwegs die berüchtigte, nasse Holzbrücke die einigen schon vor zwei Jahren zum Verhängnis wurde. Kurz vor Innereriz erreichten wir die Hauptstrasse, die uns zum Restaurant Säge führte. Bei Kaffee, Nussgipfel, Cola… haben wir unsere „Batterien“ wieder aufgeladen. Frisch gestärkt und gut gelaunt nahmen wir das kurze Flachstück in Angriff um danach links in den Aufstieg Richtung Ferienheim und Rotmoos abzubiegen. Also, herunterschalten und stärker in die Pedale treten. Mit moralischer Unterstützung von Edi nahm ich mit ihm die Strecke am Schluss der Gruppe in Angriff. Nach meinen zwei Wochen Ferien auf dem Segelschiff, spürte ich die fehlende Kondition und vor allem auch mein Gewicht. Nach einem kurzen Waldstück bogen wir links ab und fuhren auf einem Holzerweg Richtung Honegg. Langsam verspürte ich ein Zwicken in den Beinen, der gute Rat von Edi: „Pedro du muesch trinke!“ kam aber schon zu spät. Ich musste vom Bike steigen um die Krampferscheinung in meinen Beinen zu lösen. Bei diesen Temperaturen vergisst man immer wieder, die durch Schwitzen verlorene Flüssigkeit zu ersetzen. Das musste jetzt nicht nur ich erfahren sondern auch Walter… dachten Edi und ich. Als wir uns ihm näherten, lag er mit Schmerz verzerrtem Gesicht am Boden. Das sah nicht gut aus… er klagte über Schmerzen in der Brust, Übelkeit und Krämpfe in beiden Beinen. Ein Weiterfahren war für Walter unmöglich. Edi und Fabio lagerten ihn bestmöglich. In der Zwischenzeit versuchten wir mittels „Handys“ die REGA zu erreichen. Der Verbindungsaufbau mit der REGA gestaltete sich schwierig, weil immer wieder die Verbindung, wegen schlechtem Empfang, unterbrochen wurde. Schlussendlich konnten wir doch unsere Position bekannt geben und nach langen, bangen Minuten erreichte uns endlich der Heli. Für eine Landung gab es keinen geeigneten Platz. Die Notfallärztin musste darum den, über dem steilen Gelände schwebenden Heli verlassen, um auf dem Waldweg zum 300m entfernten Patienten zu gelangen. Sofort begann Sie mit den nötigen Ersthilfemassnahmen. Mit den besten Wünschen von uns allen, wurde Walter schlussendlich mit der Longe-Leine aus dem Waldstück „gehisst“ und anschliessend ins Inselspital geflogen. Nach diesen ereignisreichen und aufregenden Momenten setzten wir, mit den Gedanken bei Walter, unsere Tour fort. Unsere Gruppe erreichte schliesslich über Honegg, Losenegg, Schwarzenegg und Steffisburg das zu Hause von Daniel in Heimberg. Bei köstlicher Weisswurst und Bretzel wurde uns die positive Nachricht überbracht, dass Walter bereits operiert sei und es ihm besser gehe. Wir diskutierten über das Geschehene noch eine Weile.

Uns allen wurde bewusst, dass das REGA-App auf dem Handy in Not- Situationen hilfreich wäre.

Walter, ich wünsche dir gute Besserung und hoffe, dass du im Frühling beim Biken wieder dabei bist. Daniel, herzlichen Dank für die Führung und die köstliche Verpflegung.

Pedro

 

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